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Aktuelle Termine
Wir zeigen anlässlich des Gulu-Walk den Film "Johnny Mad Dog"
Dienstag, 6. September
20 Uhr
Kulturforum B1,
Belziger Str.1,
Berlin-Schöneberg
Johnny Mad Dog
Frankreich/Liberia 2008
Regie: Jean-Stephane Sauvaire
Gewalt, Chaos, emotionale Verrohung: Im Stil eines Kriegsfilms und aus der Perspektive der Täter gedreht, fängt „Johnny Mad Dog“ authentisch die raue Lebenswelt afrikanischer Kindersoldaten ein.
Johnny Mad Dog ist der Anführer einer kleinen Einheit Kindersoldaten in einem namenlosen afrikanischen Land im Bürgerkriegszustand, voller gewaltsamer ethnischer Konflikte. Vorgeblich kämpft Johnny mit dieser Einheit im Auftrag der Rebellen gegen das unterdrückerische Regime und somit für die Bevölkerung. Auf ihrem Weg töten, vergewaltigen und plündern seine Kindersoldaten jedoch gnadenlos und hinterlassen nur Chaos und Zerstörung, während sie in Richtung der Hauptstadt des Landes vorrücken. Zeitgleich kämpft die junge Laokole dort ums Überleben und versucht, ihren angeschossenen Vater und gleichzeitig ihren kleinen Bruder zu retten. Die Wege der beiden kreuzen sich, und das nicht nur einmal.
Die belgisch-französische Koproduktion „Johnny Mad Dog“ (2009) beruht auf der Romanvorlage "Johnny Chien Méchant" des kongolesischen Autors Emmanuel Dongala aus dem Jahr 2002. Der Film entstand unter schwierigen Drehbedingungen im westafrikanischen Staat Liberia, einem Land, das von jahrelangen Konflikten bzw. Bürgerkriegen geprägt wurde. Regisseur und Langfilmdebütant Jean-Stéphane Sauvaire besetzte die Rollen der Kindersoldaten mit Einheimischen. Diese waren ausgewiesene darstellerische Laien, hatten jedoch selbst entsprechende Biographien als Kindersoldaten vorzuweisen .
Der Film erhielt Filmpreise auf verschiedenen internationalen Filmfestivals, darunter den Award of Hope in Cannes (2008) und den Preis für die beste Regie auf dem Sundance Filmfestival (2010). Wir zeigen den Film im französischen Original mit englischen Untertiteln.
Lesung von Sönke C. Weiss mit anschließender Podiumsdiskussion
Freitag, 09. September 2011
19:00 bis 22:00
Im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
Sönke C. Weiss ist Autor und Afrika-Aktivist. Seit 1998 hat er mehr als 40 afrikanische Länder bereist. Von 2002 bis 2008 war der Journalist und Autor für ein Kinderhilfswerk in Afrika tätig, dabei hat er sich schwerpunktmäßig mit der Situation der Kindersoldaten in Uganda und dem Kongo beschäftigt. Dieses Thema findet auch Niederschlag in seinen Publikationen.
Er wird aus dem Theaterstück „Butterflies of Uganda“ und dem biographischen Buch „Das Mädchen und der Krieg“ lesen und Ausschnitte aus seinem Film „Butterflies of Uganda“ zeigen.
An der anschließenden Podiumsdiskussion nehmen auch Ralf Willinger (terre des hommes Kinderrechtsexperte, Deutsches Bündnis Kindersoldaten) und Alexander Watmon Okello (Uganda Community Berlin) teil und erörtern, wie die Situation von Kindersoldaten weltweit verbessert werden kann.
Gulu Walk Berlin
Samstag, 10. September 2011
Treffpunkt: 11 Uhr am Neptunbrunnen, Alexanderplatz
Wir treffen uns am Neptunbrunnen, laufen gemeinsam durch Mitte und Prenzlauer Berg bis zum Mauerpark, wo eine Abschlusskundgebung mit Reden und Musik stattfinden wird.
11 Uhr
Versammlung am Neptunbrunnen, Alexanderplatz
12 bis 14 Uhr
Marsch durch Mitte und Prenzlauer Berg
14 bis 17 Uhr
Abschlusskundgebung im Mauerpark mit Reden, Musik und Aktionen/Unterhaltungsprogramm für Kinder
Unter der Schirmherrschaft von Johnny Strange (Culcha Candela),
Dr. Christian Hanke (Bezirksbürgermeister Mitte)







